Inklusion


Foto: Michael Setzpfandt

Der Unterricht erfolgt nach dem Rahmenlehrplan der Berliner Grundschule. Er wird von ausgebildeten Sprachheilpädagog*innen nach dem Prinzip des therapieimmanenten Unterrichtes durchgeführt: Die sprachlichen Auffälligkeiten der Schüler*innen werden bei der Planung und Durchführung des Unterrichtes berücksichtigt und gleichzeitig therapeutisch bearbeitet. Zusätzlich erhalten alle Kinder eine Stunde Sprachtherapie pro Woche.

Für Kinder mit sprachlichen Schwierigkeiten ist es darüber hinaus besonders wichtig, dass Inhalte nicht nur sprachlich vermittelt werden, da sie häufig auch Entwicklungsrückstände in anderen Bereichen, wie z. B. der Motorik, der Wahrnehmung, der Konzentration usw. zeigen.

Dies kann sich erheblich auf das Erlernen der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) auswirken. Deshalb stehen das handlungsorientierte Lernen und das Lernen mit allen Sinnen im Vordergrund. Die Förderung basaler Fähigkeiten ist Teil unseres Unterrichtskonzeptes.

Die Förderung erfolgt auf der Grundlage eines individuellen Förderplanes, damit jedes Kind seine Fertigkeiten schrittweise und systematisch entwickeln kann.

Ziel der Sprachheilklasse ist es, dass die Schüler*innen ihre sprachlichen Fähigkeiten kontinuierlich weiter entwickeln, sodass sie nach ein bis drei Jahren in eine Regelklasse der Grundschule wechseln können.

  • Oase
Foto: Michael Setzpfandt

Die Oase dient als Rückzugsort und Lernort für Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf. Hier lernen bis zu 4 Schüler*innen in Kleingruppen nach ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der Schwerpunkt der Arbeit richtet sich nach dem individuellen Förderplan des Schülers.

Unsere Oase verfügt über einen Psychomotorikbereich, eine Entspannungszone und einen Lernbereich, der mit Tischen ausgestattet ist. Der Montessoriteppich dient für morgendliche Rituale und Präsentationen.

In der Oase arbeiten hauptsächlich unsere pädagogischen Unterrichtshelfer, die auch das räumliche Konzept erarbeitet haben. Vorrangig betreuen und begleiten sie Schüler mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf im gemeinsamen Unterricht und aktuell in zwei temporären Lerngruppen mit dem Schwerpunkt lebenspraktische Fähigkeiten, wie z.B. Selbstversorgung, Kommunikation, Orientierung sowie beim Arbeiten im Schulgarten, in der Schulküche oder im PC-Raum.

Auch in der EFÖB tragen die pädagogischen Unterrichtshelfer dazu bei, dass die Schüler*innen Unterstützung erfahren.

 

Einsatz von Schulhelfern

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen geistige Entwicklung, Autismus, körperlich-motorische Entwicklung, Sehen oder Hören werden in unseren Klassen zusätzlich durch Schulhelfer*innen unterstützt. Voraussetzung für deren Einsatz ist ein festgestellter Förderbedarf. Den Antrag auf eine solche Hilfeleistung stellt die jeweilige Schule bei der zuständigen Schulaufsicht.

Schulhelfer*innen sind begleitende Bezugspersonen, die das Kind darin unterstützen, sich im Klassenverband, in den Unterrichtsräumen und in der Nachmittagsbetreuung (EFöB) zurechtzufinden. Sie arbeiten dabei in enger Absprache mit dem Lehrpersonal und helfen den Kindern bei der Umsetzung der Lehr- und Förderpläne. Sie fördern die Schüler*innen individuell beim Lernen sowohl innerhalb ihrer Klassen als auch in Kleingruppen oder bei Einzelarbeit.

Neben der Unterrichtsbegleitung sind Schulhelfer*innen vor allem im pflegerischen Bereich tätig. Sie helfen beim An- und Ausziehen, bei Toilettengängen, bei Hygienemaßnahmen sowie beim Essen und Trinken. Sie überwachen zudem die Medikamentengabe beispielsweise bei Kindern mit Diabetes oder Asthma. Schulhelfer*innen ermöglichen die Mobilität der Kinder innerhalb des Schulgeländes und in der EFöB. Falls notwendig begleiten Schulhelfer*innen die Kinder auch auf Ausflügen oder Klassenfahrten. Nicht zuletzt stärken sie die Schüler*innen in ihrer Kontaktaufnahme zu anderen Kindern, wie auch bei sozialen Kontakten im Allgemeinen.

In enger Zusammenarbeit zwischen Lehrer*innen, Erzieher*innen und pädagogischen Unterrichtshilfen wird so ein Umfeld geschaffen, in dem sich Kinder mit besonderem Förderbedarf im Schulalltag nicht nur orientieren und erfolgreich lernen können, sondern sich als anerkannter Teil der Schulgemeinschaft erleben.