Schulkonzept

Der ETEP-Unterricht findet an unserer Schule einmal wöchentlich in einer Fördergruppe mit maximal acht Kindern statt.
ETEP, das Zusammenspiel von Therapie und Pädagogik, bietet vielfältige Optionen die individuelle Entwicklung von Kindern zu begleiten. So ist es z. B. möglich,
– das Fähigkeitsprofil eines Schülers in den Bereichen Verhalten, Kommunikation, Sozialisation und Schulleistung zu beobachten
– individuelle Förderziele zu definieren
– Fördermaßnahmen zu planen
– Verhaltensfortschritte zu unterstützen und Fortschritte zu messen.
Hierfür setzen wir eine entsprechende Unterrichtsgestaltung ein, die kindgerechte Themen, Materialien und Aktivitäten beinhaltet.
Zudem bieten wir den Kindern Struktur hinsichtlich Zeit und Raum. Dies umfasst Tagespläne, wiederkehrende Abläufe und systematische Wechsel der Aktivitäten ebenso wie klare Regelungen, welche Aktivitäten wo stattfinden, welche Materialien wo zu verwenden sind etc.


Näheres dazu finden Sie unter ETEP-Leitgedanken


Foto: Michael Setzpfandt

Die Förderung von Sprachkompetenz als unabdingbare Voraussetzung für schulischen Lernerfolg hat an der Hausotter-Grundschule einen hohen Stellenwert. Unser so genanntes Sprachförderband beinhaltet daher eine Vielzahl von sorgfältig aufeinander abgestimmten Maßnahmen.

Anders als an anderen Grundschulen, werden bei uns neu zugewanderte Kinder ohne Deutschkenntnisse nicht mehr zusammengefasst in einer eigenen Willkommensklasse unterrichtet, sondern sie sind von Anfang an Regelklassen zugeordnet. Um die dortigen Anforderungen bewältigen zu können, erwerben diese Schüler*innen ihre grundlegenden Deutschkenntnisse in unseren speziellen Unterrichtsgruppen des Bereiches DaZ (Deutsch als Zweitsprache). Zum Erlernen der ersten Basiskenntnisse werden sie zu Beginn gemeinsam unterrichtet und wechseln dann in Lerngruppen, die ihrem Alter, ihrem Alphabetisierungsgrad und ihren bereits erlernten Deutschkenntnissen entsprechen.

Der DaZ-Unterricht an unserer Schule orientiert sich am Prinzip des handlungsorientierten Lernens, das heißt, der zentrale Schwerpunkt liegt darauf, den Kindern die sprachlichen Mittel für die ersten gelingenden Kommunikationen in der neuen Sprache an die Hand zu geben.

Zusätzlich haben wir ein Sprachförderatelier eingerichtet, in welchem Kinder aus ehemaligen Willkommensklassen ebenso wie auch in Deutschland geborene Kinder mit geringen Deutschkenntnissen unterstützt werden. Darin werden die Gruppen ebenfalls differenziert nach Alter und individuellen Förderbedarfen. Der Schwerpunkt der Förderung liegt hier auf der Erweiterung des Wortschatzes, der Leseförderung und dem Erwerb schriftsprachlicher Fähigkeiten sowie der Vertiefung grammatischer Strukturen (u. a. Passivsätze, Nutzung des Präteritums, korrekter Gebrauch von Präpositionen).

Darüber hinaus profitieren alle Schüler*innen, deutscher und nicht deutscher Herkunftssprache, von unserer Leseförderung (z. B. durch ehrenamtliche Lesepaten), dem traditionellen Lesefest Anfang April sowie unserer täglich geöffneten Schülerbibliothek.

Foto: Michael Setzpfandt

Schüler*innen mit (besonderen) Schwierigkeiten beim Rechnen lernen werden an der Hausotter-Grundschule durch Förderunterricht unterstützt. Dieser findet – je nach Klassenstufe – während des Regelunterrichtes beziehungsweise vor und nach dem Regelunterricht statt.

Die Schüler*innen werden entsprechend ihrer Förderschwerpunkte in Kleingruppen eingeteilt und von einer fachlich speziell geschulten Lehrkraft unterstützt.

Im Schuljahr 2020/21 werden Lehrkräfte unserer Schule für nachfolgend genannte Programme der iMINT-Akademie weitergebildet. Diese haben vor allem das Sichern der Grundlagen für ein erfolgreiches Weiterlernen sowie den Aufbau eines nachhaltigen Förderkonzeptes zum Ziel.


Das Programm „Mathe wirksam fördern“ unterstützt Mathematiklehrkräfte der Klassen 1 – 4 dabei, Rechenschwierigkeiten zu diagnostizieren und entsprechend zu fördern.

Weitere Informationen unter:
www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de/i-mint-akademie-grundschule/mathematik/unterrichtsentwicklung-mit-mathe-wirksam-foerdern


Das Programm „Mathe sicher können“ unterstützt Mathematiklehrkräfte der Klassen 4 – 6 dabei, leistungsschwache Lernende in Mathematik systematisch zu fördern und anschlussfähige mathematische Basiskompetenzen aufzubauen.

Eine Schulberaterin für „Mathe sicher können“ arbeitet bereits an der Hausotter-Grundschule.

Weitere Informationen unter:
www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de/i-mint-akademie-grundschule/mathematik/unterrichtsentwicklung-mit-mathe-sicher-koennen

MuGs – Wir wollen Musikalische Grundschule werden
2018 haben wir uns für die 4. Staffel der Zertifizierung „Musikalische Grundschule“ beworben. Dies bedeutete zwei Jahre Ausbildung mit mindestens zwei Interessenten aus der Lehrerschaft und der EFöB (ergänzende Förderung und Betreuung). Inzwischen gibt es an der Hausotter-Grundschule sogar drei interessierte Personen, die diese Ausbildung fast abgeschlossen haben und Musik in den Schulalltag bringen.
Unser Ziel ist es, mehr Musik mit mehr Menschen in mehr Unterrichtsfächern und zu mehr Gelegenheiten aktiv zu erleben und zu gestalten.
Dafür haben wir die „Rhythmuslotsen“ erfunden und ausgebildet. Alle 6 bis 8 Wochen treffen sich die Rhythmuslotsen für eine Stunde in der Aula, wo sie „musikalische Erfrischer“ erlernen, um sie später in ihren jeweiligen Klassen weiterzugeben. Das macht Spaß und bringt gute Laune.
Auf diese Weise kann auch der Fachunterricht unterstützt werden, die Pausengestaltung bekommt neue Inhalte und der morgendliche Anfang ist vielleicht mal ganz anders.
Niemand benötigt dazu besondere Talente oder muss gar ein Instrument spielen können. Unsere „Musikalische Grundschule“ ist für jedermann geeignet, steigert die Konzentration, gönnt allen eine musikalische Pause und macht einfach Spaß. Und mit Spaß lernt es sich doch viel besser!
Selbstverständlich bereichert die „Musikalische Grundschule“ auch unsere Feste und trägt erheblich zu deren Gelingen bei. Selbst die Versammlungen des Kollegiums erfahren gelegentlich rhythmische Auflockerungen.
Wenn sich alles weiterhin so gut entwickelt, dann werden wir im Juni 2020 zertifizierte „Musikalische Grundschule“.

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ (Friedrich Nietzsche)

Tiere, insbesondere Hunde, bewirken bei Kindern nachweislich eine positive Entwicklung. Hunde erfüllen den Wunsch nach Nähe und Zuwendung, sie hinterfragen nicht und animieren zu Tätigkeiten, die ansonsten verweigert werden. Kurzum, sie nehmen die Menschen wie sie sind, mit all ihren Fehlern und Schwächen. Weiterhin schulen sie die Motorik, die auditive Wahrnehmung und fördern die Fähigkeit zu Empathie. Häufig gelingt es Hunden sogar Zugang zu verschlossenen Menschen zu finden. Dabei erhöhen sie die Lebensfreude und deren Selbstwertgefühl. Insgesamt wirken Hunde positiv auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen.

An der Hausotter-Grundschule sind wir als eine der wenigen Schulen in Berlin in der glücklichen Lage, die Arbeit mit Schulhunden zu etablieren. Letzteres wurde durch die Gesamt- und Schulkonferenz beschlossen und somit als gut befunden.

Azura, unsere Lagotto Romagnolo*-Hündin, besuchte seit 2018 regelmäßig, stets in Absprache mit der Schulleitung und den Eltern der betreffenden Kinder, den Unterricht. Schnell baute sich zwischen Kindern und Hund ein enges Verhältnis auf. Die Kinder nehmen Teil am Leben des Tieres und bezeichnen es als „ihren Klassenhund“. In Anwesenheit des Hundes sind die Kinder sehr viel ruhiger und konzentrierter.

Kleine Projekte und Lernfeste wurden inzwischen ebenfalls durch Azura begleitet.
Nähere Auskunft zum Thema Schulhund erhalten Sie von Frau Kästner.


Folgende Bücher sind zu empfehlen:
– Kroeatschek, Dieter (2007): Kinder brauchen Tiere. Wie Tiere die kindliche Entwicklung fördern“
– Szczepanski, Patrycija (2014): Schulhunde im Unterricht: Was können sie für die Entwicklung von Schülern und für den Unterricht bewirken?“

* Der Lagotto Romangnolo, auch Wasserhund genannt, ist eine italienische Hunderasse, die zur Trüffelsuche eingesetzt wird.

  • Bibliothek
Foto: Michael Setzpfandt

An der Hausotter-Grundschule wird Lesen groß geschrieben. Ein wichtiger Baustein dafür ist unsere Bibliothek, die allen Schülerinnen und Schülern offen steht und sie von Anfang an in Kontakt treten lässt mit kinderliterarischen Texten. Schließlich können Kinder durch Literatur in die Lage versetzt werden, eigenständig über Lebensfragen nachzudenken, fremden Perspektiven mit Neugier zu begegnen und eine Vorstellung von einem gelingenden Miteinander zu entwickeln.

In unserer gemütlich eingerichteten Bibliothek tauchen die Schülerinnen und Schüler ein in das Land der Märchen und Abenteuer sowie der Geschichten aus ihrer kindlichen Lebenswelt. Etwa 1.500 Buchtitel stehen zur Auswahl. Dies sind neben den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur auch zahlreiche Neuerscheinungen, die wir dem Engagement und der Spendenfreudigkeit verschiedener Förderer unserer Schule verdanken.

Um in der Bibliothek auszuleihen genügt der gültige Schülerausweis. Jedes Kind darf maximal drei Bücher für die Dauer von drei Wochen mit nach Hause nehmen. Dort ist darauf zu achten, dass die Bücher nicht beschädigt und rechtzeitig zurückgegeben werden. Verloren gegangene oder zerstörte Exemplare sind durch Zahlung von fünf Euro zu ersetzen.

Damit der Bücherbestand weiterhin wachsen kann, sind alle Eltern, Schülerinnen und Schüler zur Unterstützung aufgefordert. Bitte schenken Sie der Bibliothek einmal im Jahr ein so genanntes Geburtstagsbuch!

Psychologische Betreuung und Beratung

Seit Beginn des Schuljahres 2019/20 sind in Berlin auch Psychologen direkt an Schulen beschäftigt. Sie begleiten und unterstützen den inklusiven Schulalltag und beraten Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen bei schulbezogenen psychologischen Problemen und Fragestellungen.


Mögliche Beratungsthemen sind:
– Lern- und Leistungsprobleme (z. B. Teilleistungsstörungen, Motivationsprobleme)
– Diagnostik von Lernverhaltensauffälligkeiten (z. B. Rechenschwäche)
– Konflikt- und Krisenintervention (z. B. Schulangst, Aggressivität)
– Gestaltung und Steuerung der Schullaufbahn (z. B. besondere Förderbedürfnisse, Begabungen)
– Kooperation mit anderen Fachdiensten (z. B. SIBUZ, SPZ, Therapeuten, Kliniken)


Grundlegende Prinzipien schulpsychologischer Beratung sind:
– Freiwilligkeit
– Kostenfreiheit
– Vertraulichkeit
– Neutralität


Zur Kontaktaufnahme:
Frau Tepper, die Psychologin der Hausotter-Grundschule, bietet von Montag bis Freitag Sprechzeiten nach Vereinbarung an.
Eltern wenden sich bitte zunächst an die jeweilige Klassenleitung und nehmen
danach bei Bedarf die Beratung unserer Psychologin in Anspruch.


Für Schüler:

Persönlich (Raum 28, 2. OG im Neubau)
Über Briefkasten (Eingangsbereich des Neubaus)
Mail: psychologie@hausotter-grundschule.de